Ökostrom für Bad Ischl - Kläranlage Wolfgangsee-Ischl liefert Strom an Betriebe der Stadtgemeinde

Im Rahmen der Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft Bad Ischl (EEG)  beliefert die Verbandskläranlage des Reinhalteverbandes Wolfgangsee-Ischl seit Anfang Jänner die Stadtgemeinde Bad Ischl mit Ökostrom.

Immerhin 130.000 kWh aus Klärgas erzeugtem Überschussstrom konnten 2025 vom Reinhalteverband nicht selbst verbraucht werden und wurden in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch die Kooperation mit der EEG Bad Ischl kann dieser Strom in Zukunft von den gemeindeeigenen Betrieben und Gebäuden direkt verbraucht werden. Und zwar zu Zeiten, wo normalerweise kein Photovoltaikstrom zur Verfügung steht, da auf der Verbandskläranlage ein Gastank betrieben wird und hier ca. 7000 kWh Energie gespeichert werden können. Energie, die dann in den Morgen- und Abendstunden zur Stromerzeugung zur Verfügung steht.

Schon vor 14 Jahren wurde auf den Dächern der Verbandskläranlage auch eine 50 kWpeak Photovoltaikanlage installiert und seither als Volleinspeiseranlage betrieben. Diese Anlage hat sich mehrfach amortisiert und der geerntete Sonnenstrom wird nach dem Auslaufen des attraktiven Fördervertrages im Herbst 2025 zukünftig ebenfalls innerhalb der EEG Bad Ischl weitergegeben.

Insgesamt können den Betrieben und Gebäuden der Stadtgemeinde Bad Ischl somit jährlich bis zu 200.000 kWh vom Reinhalteverband zur Verfügung gestellt werden.

„Diese Zusammenarbeit zeigt, welches Potenzial in unserer bestehenden Infrastruktur steckt. Für mich ist es ein starkes Signal, dass wir Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sinnvoll verbinden können. Damit gehen wir als Stadt einen konsequenten Schritt in eine verantwortungsvolle Energiezukunft. “sagt Bürgermeisterin Ines Schiller. 

Dazu Stadtrat Martin Schott (Referent für Klima, Wirtschaft und Tourismus): „Ich freue mich sehr, dass wir eine so innovative und regionale Lösung umsetzen können. Wenn Strom aus der Kläranlage künftig die gemeindeeigenen Gebäude und Betriebe versorgt, dann ist das gelebter Klimaschutz mit direktem Nutzen für die Stadt. Genau solche regionalen Kreisläufe brauchen wir für eine nachhaltige Energiezukunft in Bad Ischl.“


Am Foto: Stefan Keil, Verbandsleiter des Reinhalteverbandes Wolfgangsee-Ischl, Bürgermeisterin Ines Schiller und Stadtrat Martin Schott.  Im Hintergrund der Gasometer, wo 7.000 kWh Energie gespeichert werden können

Foto © Stadtgemeinde Bad Ischl: 
 Am Foto: Stefan Keil, Verbandsleiter des Reinhalteverbandes Wolfgangsee-Ischl, Bürgermeisterin Ines Schiller und Stadtrat Martin Schott. 
 Im Hintergrund der Gasometer, wo 7.000 kWh Energie gespeichert werden können


23.03.2026 16:46